Der Testkit „PEth from whole blood“ ist für professionelle AnwenderInnen in klinischen und forensischen Laboren. Er ermöglicht die quantitative Bestimmung von PEth 16:0/18:1 und PEth 16:0/18:2 mittels LC‑MS/MS. Das Testkit ist für die Anwendung bei PatientInnen vorgesehen, bei denen die Bestimmung der Konzentrationen von 16:0/18:1 PEth und 16:0/18:2 PEth in Vollblut von klinischer Bedeutung ist, zur Diagnose von chronischem Alkoholmissbrauch sowie zur Überwachung des Alkoholkonsums.
Entwickelt für mittlere und hohe Routine‑Durchsätze, klare Entscheidungsgrundlagen und reibungslose Integration in bestehende LC‑MS/MS‑Workflows.
Skalierbar für Routinelabore und Projekte mit hohem Probenaufkommen.
Quantifizierung von PEth 16:0/18:1 und PEth 16:0/18:2.
Kompatibel mit Standardlabor‑Equipment.
Mit 3,2 Minuten Injektionsintervall für effiziente Sequenzen.
Zuverlässige Quantifizierung und Qualitätskontrolle im Routinebetrieb.
Zusätzliche Kalibratoren und Kontrollen erhältlich.
Flexibel nachbestellen – inkl. Kalibratoren und Kontrollen.
PEth 16:0/18:1 (Hauptanalyt)
PEth 16:0/18:2 (zusätzlich)
Matrix: Humanes Vollblut
Messprinzip: LC‑MS/MS
Chromatographie: 3:00 min
Injektionsintervall: 3:20 min
Kitgröße: 330 Assays
Kalibration: 7‑Punkt‑Kalibratoren
Qualitätskontrollen: 3‑Punkt‑Kontrollen
Erweiterte Kalibration bis 4000 ng/mL optional
Alle Komponenten sind auch separat erhältlich.
Kompatibel mit Standardpipetten und gängiger Zentrifugentechnik
Zweistufiges Protokoll in 1,5 mL Reaktionsgefäßen
Einfache, schnelle Probenaufarbeitung für Routinelabore
Detailliertes IFU/Methodendokument verfügbar (auf Anfrage)
Einsetzbar auf LC‑MS/MS‑Systemen mit Standard‑ESI‑Quellen
Einbindung in LIMS‑Workflows möglich
| Linearität | 4,9 – 6373,8 ng/mL |
| Messbereich | |
| A371-011 A371-011 mit A371-080 A371-011 mit A371-082 | 4,9 – 1000 ng/mL 4,9 – 3000 ng/mL 4,9 – 4000 ng/mL |
| LOD | 2,1 ng/mL |
| LOQ | 4,9 ng/mL |
| Präzision | CV [%]; n=160 |
| Level 1 Level 2 Leve 3 | 8% 5% 5% |
| Richtigkeit | abs BIAS [%] |
| Arvecon 3/25 A Arvecon 3/25 B | 5,5% 6,9% |
| Linearität | 4,1 – 6109,4 ng/mL |
| Messbereich | |
| A371-011 A371-011 mit A371-080 A371-011 mit A371-082 | 4,1 – 1000 ng/mL 4,1 – 3000 ng/mL 4,1 – 4000 ng/mL |
| LOD | 1,4 ng/mL |
| LOQ | 4,1 ng/mL |
| Präzision | CV [%]; n=160 |
| Level 1 Level 2 Leve 3 | 6% 5% 5% |
| Richtigkeit | abs BIAS [%] |
| ACQ 724 | 5% |


| Bestellnummer | Beschreibung | Anzahl/Einheit |
| A371-001 | Mobile Phase for PEth from whole blood | 650 mL |
| A371-006 | Optimization mix for PEth from whole blood | 2 mL |
| A371-010 | Precipitation solution with internal standard for PEth from whole blood | 50 mL |
| W001-01 | Washing solution 001 | 1000 mL |
| A371-011 | Calibrator set – Level 0 – 6 for PEth from whole blood | 7 x 1 x 250 μL |
| A371-012 | Control set – Level I – III for PEth from whole blood | 3 x 2 x 250 μL |
| A371-090 | HPLC column for PEth from whole blood | 1 pcs |
| A371-091 | HPLC column 2 for PEth from whole blood (optional) | 1 pcs |
| A371-080 | Calibrator 7 for PEth from whole blood (optional) | 1 x 1 x 250 μL |
| A371-082 | Calibrator 8 for PEth from whole blood (optional) | 1 x 1 x 250 μL |
| A371-081 | Control IV for PEth from whole blood (optional) | 1 x 1 x 250 μL |
Phosphatidylethanol (PEth) ist ein direkter Biomarker für Alkoholkonsum, der sich in Erythrozytenmembranen bildet. Die Bestimmung aus Vollblut ermöglicht eine Beurteilung von längerfristigem Konsumverhalten im Vergleich zu kurzlebigen Markern.
Für professionelle Anwender in klinischen und forensischen Laboren, wenn die Konzentration von PEth 16:0/18:1 und PEth 16:0/18:2 im Vollblut relevant ist.
Quantitative Ergebnisse (LC‑MS/MS) für die PEth‑Spezies 16:0/18:1 und 16:0/18:2, basierend auf einer 7‑Punkt‑Kalibration und begleitenden 3‑Punkt‑Kontrollen.
Es wird momentan an der Automatisierung der Probenaufarbeitung gearbeitet. Weitere Informationen werden folgen.
PEth wird vor allem in roten Blutkörperchen nachgewiesen, wo es sich in die Phospholipid-Doppelschicht der Membran einbaut. Es entsteht durch eine enzymatische Reaktion unter Mitwirkung von Phospholipase D, die in Gegenwart von Ethanol die Umwandlung von Phosphatidylcholin in PEth katalysiert. Dieser Prozess findet ohne Alkohol nicht statt, weshalb PEth im Vergleich zu anderen Substanzen – wie beispielsweise Atemalkoholtests oder Alkoholmetaboliten im Urin – als zuverlässigerer Marker für den Alkoholkonsum an Bedeutung gewonnen hat.
Der Vorteil von PEth liegt in seinem längeren Nachweiszeitraum. Es bleibt nach starkem Alkoholkonsum je nach konsumierter Alkoholmenge bis zu 2–3 Wochen nachweisbar. Andere Marker wie der Ethanolspiegel im Blut oder der Atemalkoholspiegel liefern nur Informationen über den jüngsten Konsum (innerhalb weniger Stunden), während die PEth-Werte noch Tage nach der Einnahme den Alkoholkonsum widerspiegeln. Dieser verlängerte Nachweiszeitraum macht PEth besonders nützlich für den Nachweis von Alkoholkonsum bei chronischen AlkoholikerInnen oder Personen, die sich in Alkoholentziehungsprogrammen befinden. Zudem korrelieren die PEth-Werte direkt mit der konsumierten Alkoholmenge, sodass ÄrztInnen das Ausmaß des Alkoholkonsums einschätzen können.
Chronischer Alkoholkonsum kann zu verschiedenen gesundheitlichen Komplikationen führen, darunter Lebererkrankungen, Herz-Kreislauf-Probleme und neurologische Beeinträchtigungen. Die Überwachung des Alkoholkonsums ist sowohl für die Diagnose als auch für die Behandlung dieser Erkrankungen von entscheidender Bedeutung. PEth liefert im Vergleich zu anderen Markern, wie beispielsweise Gamma-Glutamyltransferase (GGT) oder dem mittleren korpuskulären Volumen (MCV), die zwar häufig verwendet werden, aber weniger spezifisch sind, eine genauere Messung des Alkoholkonsums über einen längeren Zeitraum. Klinische Studien haben gezeigt, dass PEth sowohl bei kurz- als auch bei langfristigem Konsum hochsensitiv bei der Erkennung von starkem Alkoholkonsum ist, was für die Behandlung von PatientInnen mit alkoholbedingten Störungen wichtig ist.
Eine Studie von Viel et al. (2012) zeigte, dass PEth den Alkoholkonsum bei chronischen Trinkern mit hoher Sensitivität und Spezifität nachweisen konnte. Die Studie ergab, dass PEth bei fast 90 % der ProbandInnen, die regelmäßig Alkohol konsumierten, nachweisbar war, was es zu einem zuverlässigeren Indikator für den Alkoholkonsum macht als herkömmliche Biomarker.
In Programmen zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit ist die Überwachung der Einhaltung der Abstinenz oder der Reduzierung des Alkoholkonsums von entscheidender Bedeutung. PEth-Tests wurden in mehrere klinische Behandlungsschemata integriert, insbesondere in Einrichtungen, in denen eine langfristige Abstinenz entscheidend ist, wie beispielsweise in Rehabilitationszentren. PEth-Tests ermöglichen es ÄrztInnen, objektiv zu beurteilen, ob PatientInnen einen Rückfall erlitten oder den Alkoholkonsum wieder aufgenommen haben, und liefern wertvolle Informationen für die Anpassung von Behandlungsplänen.
Eine von Helander et al. (2019) veröffentlichte Studie unterstützt den Einsatz von PEth zum Nachweis des Alkoholkonsums bei PatientInnen in Entgiftung und zeigt, dass PEth-Tests ÄrztInnen als Orientierungshilfe dienen können, um Behandlungsstrategien entsprechend dem Alkoholkonsum des PatientInnen anzupassen.
Senden Sie uns eine Nachricht.