Automatisierte Probenvorbereitung für die PEth-Analyse
13 August 2026
Die quantitative Bestimmung von Phosphatidylethanol, kurz PEth, mittels LC-MS/MS erfordert eine zuverlässige und reproduzierbare Aufarbeitung von Vollblutproben. Insbesondere das Pipettieren der Vollblutprobe, die Zugabe der Präzipitationslösung mit internem Standard und der anschließende Transfer des Überstands sind entscheidende Schritte des Workflows.
Bei einem steigenden Probenaufkommen kann die manuelle Aufarbeitung jedoch einen erheblichen Arbeitsaufwand verursachen. Eine automatisierte PEth-Probenvorbereitung kann dazu beitragen, wiederkehrende Pipettierschritte zu reduzieren, den Ablauf zwischen verschiedenen Analysenläufen zu standardisieren und die aktive Arbeitszeit des Laborpersonals zu verringern.
Automatisierung auf dem Hamilton Microlab Prep
In einer neuen Application Note wurde die automatisierte Probenvorbereitung des ARCHImedline „PEth from whole blood“-Kits auf dem Hamilton Microlab Prep untersucht.
Der automatisierte Workflow folgt demselben analytischen Prinzip wie die etablierte manuelle Aufarbeitung. Vollblutproben, Kalibratoren und Kontrollen werden unter Verwendung der Präzipitationslösung mit internem Standard verarbeitet. Der Hamilton Microlab Prep übernimmt dabei den Probentransfer, die Zugabe der Präzipitationslösung, das Mischen sowie den Transfer der aufbereiteten Probe auf die Messplatte.
Anschließend werden PEth 16:0/18:1 und PEth 16:0/18:2 mittels LC-MS/MS bestimmt.
Sehr gute Vergleichbarkeit mit der manuellen Aufarbeitung
Für den Methodenvergleich wurden 20 Vollblutproben sowohl manuell als auch automatisiert aufbereitet. Die Ergebnisse zeigten für beide PEth-Analyten eine sehr gute Übereinstimmung zwischen den beiden Verfahren.
Die Korrelationskoeffizienten lagen bei 0,997 für PEth 16:0/18:1 und bei 0,994 für PEth 16:0/18:2. Die Steigungen der Passing-Bablok-Regression lagen nahe bei 1 und bestätigten damit die hohe Vergleichbarkeit der automatisierten und manuellen Probenvorbereitung.
Auch die Untersuchung der Präzision über niedrige, mittlere und hohe Konzentrationsbereiche zeigte eine zuverlässige Wiederholbarkeit und Reproduzierbarkeit des automatisierten Workflows.
Zusätzlich wurden externe Qualitätskontrollmaterialien und Ringversuchsproben analysiert. Die gemessenen Werte zeigten eine gute Übereinstimmung mit den jeweils zugewiesenen Zielwerten. Bei der Untersuchung von Proben mit hohen PEth-Konzentrationen wurden keine Hinweise auf relevantes Carryover oder Kreuzkontamination festgestellt.
Deutlich weniger aktive Arbeitszeit
Neben der analytischen Vergleichbarkeit wurde auch die Effizienz des Workflows bewertet.
Bei einem Batch von 47 Proben reduzierte sich die Hands-on-Zeit durch die Automation von 48 auf 4 Minuten. Gleichzeitig verkürzte sich die gesamte Vorbereitungszeit von 58 auf 23 Minuten.
Die automatisierte Probenvorbereitung kann somit wiederkehrende manuelle Arbeitsschritte deutlich reduzieren und dem Laborpersonal zusätzliche Zeit für andere Tätigkeiten während der Probenaufarbeitung ermöglichen.
Standardisierte PEth-Probenvorbereitung für LC-MS/MS
Die Ergebnisse zeigen, dass sich das ARCHImedline „PEth from whole blood“-Kit erfolgreich in einen automatisierten Workflow auf dem Hamilton Microlab Prep integrieren lässt.
Die automatisierte Probenvorbereitung bietet eine sehr gute Vergleichbarkeit mit der manuellen Aufarbeitung, zuverlässige Präzision und eine deutliche Reduktion der aktiven Arbeitszeit.
Alle Ergebnisse, Leistungsdaten und Details zum automatisierten Workflow finden Sie in der vollständigen Application Note:

